Schwachlichtstellung ist ein Begriff aus der Biologie und bedeutet, dass sich die Chromoplasten einer Pflanze bei schwachem Licht gleichmäßig über die Zelle verteilen, um möglichst viel Energie zu gewinnen. Bei starkem Licht hingegen drücken sich die Chromoplasten an die Zellwand, wodurch nur die nötige und keine überschüssige Energie erzeugt wird.

V.31 ist eine Empfehlung der ITU-T. Sie beschreibt mögliche elektrische Eigenschaften einer Schnittstelle.
Die vorgesehene Anwendung ist die Verbindung einer Datenendeinrichtung und einer Datenübertragungseinrichtung in der Datenfernübertragung über das Telefonnetz.
Eine Charakteristik dieser Schnittstellenleitungen ist die maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 75 bit/s; die durch Schalter oder
Fernschreiber realisiert werden können.
In der Praxis werden häufig Relais verwendet.

Jede Schnittstellenleitung besteht aus zwei Kontaktpunkten für einen getrennten Hin- und Rückleiter.
Alle Leitungen sind voneinander elektrisch isoliert.
Für einzelne zusammenhängende Gruppen von Schnittstellen kann ein gemeinsamer Rückleiter verwendet werden.

Bei Datenleitungen gilt ein geschlossener Kontakt als binäre 1, bei Steuer-, Melde- und Taktleitungen als Zustand Ein.

Eine Anwendung waren Außenstationen eines Modems für Parallelübertragung.
Bei diesen Datenübertragungsgeräten bestand die gesamte Schnittstelle aus Funktionen der V.24, den elektrischen Eigenschaften der V.31 und der Mechanik eines Steckers entsprechend ISO 2110 (D-Sub, 25-polig).


Quelle

ITU-T V.31 Electrical characteristics for single-current interchange circuits controlled by contact closure (Ausgabe September 2005, dort übernommen aus dem Blue Book von 1988)

Die Spermatohistogenese ist die Bildung von Spermien, also männlichen Keimzellen.

Nach der Pubertät können Spermatogonien zu Spermatocyten 1. Ordnung differenzieren (Zellvergrösserung). Zuvor teilen sie sich jedoch mitotisch, so dass (im Gegensatz zur Oogenese) der Bestand an Keimzellen im Organismus zeitlebens regeneriert wird (Spermatozytogenese).

Die Spermatocyten 1. Ordnung teilen sich (Meiose I, Haploidisierung) und werden zu Spermatocyten 2. Ordnung. Diese teilen sich erneut (Meiose II, Äquationsteilung) und daraus gehen jeweils zwei Spermatiden hervor.

In der Spermiohistogenese reifen die Spermatiden zu Spermien. Aus einem einzelnen Spermatogonium gehen also durch Meiose vier Spermien hervor, wobei zwei davon ein X-Chromosom und zwei ein Y-Chromosom tragen.

Die mitotische Teilung einiger Spermatogonien stellt zeitlebens den Bestand an Zellausgangspopulationen für die Spermatogenese sicher (Stammzellen).

Das weibliche Gegenstück zur Spermatogenese ist der Oogenese.

Ein Tuberkel ist in der Medizin und der Anatomie ein kleiner Höcker bzw. eine knotige Schwellung auf der Körperoberfläche. Diese kann als normale Oberflächenstruktur vorhanden sein, etwa als knotige Strukturen auf der Körperoberfläche einiger Wale, oder als Zeichen einer Entzündung oder einer anderen pathologischen Oberflächenveränderung entstehen. Als anatomische Merkmale von Zähnen, Knochen oder anderen Strukturen werden Tuberkel als „Tuberculum“ bezeichnet. In der Pathologie werden knötchenförmige Gewebeveränderungen, so genannte Granulome, ebenfalls als Tuberkel bezeichnet, etwa beim Befund der Tuberkulose.

Fließfacetten sind muschelförmige Vertiefungen in Höhlenwänden, die während der vadosen Phase der Höhle im turbulenten, korrosiven Wasser entstehen. Die Facetten sind richtungsabhängig und es gibt einen Zusammenhang zwischen Fließgeschwindigkeit und der Größe. Je schneller das Wasser fließt, desto kleiner werden die Facetten.

Die Fließfacetten geben somit Auskunft über die fossilen Verhältnisse in den trockengefallenen Gangabschnitten.

Luminosität ist ein Begriff aus der Beschleuniger-Physik. Mit Hilfe dieser Größe kann die zu erwartende Ereignisrate <math>\dot{N}</math> eines Experiments in der Hochenergiephysik an einem Ringbeschleuniger mit zwei gegenläufigen Teilchenstrahlen ermittelt werden.

<math>\dot{N} = \sigma_\mathrm{p} \cdot L</math>

Dabei ist die Ereignisrate <math>\dot{N}</math> die Anzahl zu erwartender Ereignisse pro Sekunde in einem Detektor, der in einem Kreuzungspunkt der beiden Teilchenstrahlen im Beschleuniger installiert ist. <math>\sigma_\mathrm{p}</math> ist der Wirkungsquerschnitt des zu untersuchenden Prozesses, und <math>L</math> ist schließlich die Luminosität.

Will man einen Prozess möglichst exakt untersuchen, d.h. mit hoher statistischer Signifikanz, ist eine hohe Luminosität notwendig.
Diese ist von der Struktur des Beschleunigers und der Qualität der Teilchenstrahlen im Beschleuniger abhängig.

Wenn die Luminosität bekannt ist, kann damit der differenzielle Wirkungsquerschnitt ermittelt werden.

Die Luminosität hat dieselbe Einheit wie die Teilchenstromdichte, [L] = <math>\mathrm{s}^{-1} \mathrm{cm}^{-2}</math>.

Schließzellen sind meistens an der Unterseite des Blattes gelegene Zellen in der Epidermis der oberirdischen Moos-, Farn- und Samenpflanzen.

Sie schließen zwischen sich eine Spaltöffnung ein, die je nach Zellinnendruck geschlossen oder geöffnet ist. Dadurch regeln sie den Wasser- und Gasaustausch zwischen Pflanze und Außenwelt.
Bei einem geringen Wassergehalt innerhalb der Zelle ist diese schlaff, der Porus ist geschlossen, um das wenige Wasser nicht durch Verdunstung zu verlieren. Wenn die Pflanze über die Wurzeln Wasser aufnimmt, steigt der Wassergehalt und damit der Zellinnendruck wieder an. Der Porus öffnet sich, Wasser kann in Form von Wasserdampf austreten und Kohlenstoffdioxid einströmen.
Das Kohlenstoffdioxid wird in der Schwammschicht gespeichert und durch Fotosynthese zu Glukose umgewandelt. Als Abfallprodukt entsteht Sauerstoff, der bei offener Spaltöffnung entweichen kann.

Adolf Gräßmann ist der Erfinder der Mikroinjektion, dem Einbringen beispielsweise von DNA in das Cytoplasma oder den Kern einer Zelle mit Hilfe einer Mikrokapillare.

Gräßmann entwickelte 1968 noch als Doktorand das Verfahren der Mikroinjektion, das heute zu den zellbiologischen Standardverfahren gehört.

Er ist zur Zeit Gastprofessor an der Freien Universität Berlin.

Reinstwasser ist die chemische Verbindung H2O.
Im Gegensatz zum herkömmlichen Wasser, welches z. B. Mineralstoffe wie Magnesium enthält, beinhaltet Reinstwasser so gut wie keine Fremdstoffe.


Herstellung

Die wesentlichen Verfahren zur Herstellung sind Umkehrosmose, Ionentauscher, Ultrafiltration, Photooxidation, Entgasungsverfahren (Vakuumentgasung, Membranentgasung), UV-Entkeimung, Sterilfiltration und Destillation.
Teilweise werden diese Verfahren auch kombiniert angewandt.


Verwendung

Reinstwasser wird in vielen Bereichen benötigt.
Im wesentlichen sind dies: Herstellung von Medikamenten, für Injektionsflüssigkeiten, in der medizinischen Forschung, bei der chemischen Analytik, bei der Herstellung von Computerchips bzw. Integrierten Schaltungen (ICs; siehe Fotolithografie und Solarzellen) sowie als Speisewasser für Dampferzeuger (im Dampfkraftwerksbereich als Kesselspeisewasser bezeichnet).

Zwischen der Qualität von destilliertem Wasser, demineralisiertem Wasser und Reinstwasser bestehen Unterschiede, die besonders an der elektrischen Leitfähigkeit zu erkennen sind (da H2O chemisch betrachtet ein Ampholyt ist, der mit sich selbst reagieren kann, hat selbst Reinstwasser eine geringe elektrische Leitfähigkeit: rechnerischer Grenzwert 0,055 µS/cm bei 25 °C).
Der Wert bei destilliertem Wasser liegt zwischen 0,5 und 5 µS/cm.
Wasser für analytische Zwecke darf nach DIN ISO 3696 bei 25 °C in der Qualität 1 maximal 0,1 µS/cm haben.
Bei Wasser für die Herstellung von Arzneimitteln, die dem menschlichen Körper zugeführt werden, ist Wasser für Injektionszwecke erforderlich.
In dieser Vorschrift ist auch die Menge der organischen Anteile wie Zellreste und Eiweißverbindungen geregelt.
Wasser für die Dampferzeugung in Kraftwerken darf maximal 0,2 µS/cm haben.


Weblinks

  • Herstellung von Reinstwasser

Die Basizität, auch Alkalität, bezeichnet

  • das Maß für die Fähigkeit einer chemischen Verbindung, Protonen aufzunehmen, also ihr Basenverhalten, ausgedrückt durch die Basenkonstante bzw. den pKB-Wert.
  • die Basenstärke (Hydroxidionen-Konzentration) einer Lösung, siehe pH-Wert.


Siehe auch

  • Acidität

Mit Vermehrung bezeichnet man bei Lebewesen die Entstehung neuer Individuen einer Art. Sie stellt sicher, dass die Art erhalten bleibt. Vermehrung ist deshalb eine Form der Fortpflanzung.

In der Biologie unterscheidet man zwischen ungeschlechtlicher und geschlechtlicher Vermehrung:

  • Die Ungeschlechtliche oder asexuelle Vermehrung als Reproduktion von Lebewesen unter Erhöhung der Individuenzahl in identischer Kopie.

    • Die ungeschlechtliche vegetative Vermehrung ist an die Wachstumsteilung Mitose gebunden und führt zu neuen Lebewesen, die - abgesehen von möglichen Mutationen - genetisch identisch mit dem Ursprungslebewesen Elter sind (Klone). Vegetative Vermehrung gibt es bei vielen niederen Tieren und bei allen Bakterien und bei manchen Pflanzen. Beispiele: Teilung, Knospung, Sprossung.
  • Die Geschlechtliche Vermehrung durch geschlechtliche Fortpflanzung ist dagegen an die Reifeteilung Meiose gebunden, in der das Erbgut in zwei einfache (haploide) Sätze von Chromosomen aufgeteilt wird. Jede der entstehenden Geschlechtszellen (Gameten) erhält einen haploiden Chromosomensatz. Bei einer Befruchtung vereinigen sich zwei Gameten, und zwar vereinigt sich zuerst das Zytoplasma der zwei Geschlechtszellen miteinander (sog. Zytogamie), dann verschmelzen die Zellkerne (Karyogamie) der zwei Gameten. Dabei werden die zwei haploiden Chromosomensätze wieder zu einem diploiden Satz zusammengestellt. Das neu zusammengesetzte diploide Genom unterscheidet sich normalerweise von denen der Eltern.

Die Bildung neuer Nachkommen aus unbefruchteten Eizellen wird Jungfernzeugung (Parthenogenese) genannt. Es gibt sie bei manchen Insekten, Krebsen, Rädertierchen, Eidechsen, Algen und Farnen.

Das Sigel (seltener die Sigle), Pl. Sigel oder Siglen, ist ein Kunstwort (vom lateinischen singulae litterae, einzelne Buchstaben), das die Abkürzung von einem oder mehreren Wörtern durch Buchstaben oder Buchstaben-Ziffern-Kombinationen bezeichnet. Es gibt auch die neulateinische Form siglum (Plural sigla).

  • in der Kurzschrift: die Verkürzung der normalen kurzschriftlichen Varianten, zum Teil in gängiger Form oder auch als private Ausprägung.
  • in der Philologie: Buchstabenkürzel für Quellen (Manuskripte, Papyri etc.)
  • im Bibliothekswesen: abgekürzte Namensform der jeweiligen Bibliothek (Bibliothekssigel).


Siehe auch

  • Siglenverzeichnis

Stereozilien oder auch Stereocilien (lat. stereocilia) sind lange Fortsätze auf der Oberfläche epithelialer Zellen. Da diese Fortsätze keine echten Cilien sind, sondern Mikrovilli, werden Stereocilien heute auch als Stereovilli bezeichnet. Als Mikrovilli werden diese Fortsätze, im Gegensatz zu Cilien, nicht aus Mikrotubuli gebildet, sondern aus Aktinfilamenten, und besitzen kein Basalkörperchen.

Stereozilien kommen an den Sinneszellen (Haarzellen) der Schnecke des Innenohrs sowie den Epithelien der inneren Geschlechtsorgane vor.

Das fotografische Bild entsteht durch Anwendung optischer Gesetzmäßigkeiten und Apparaturen in Verbindung mit einem lichtempfindlichen Medium, dessen Zustand sich unter Einwirkung von Photonen entweder chemisch oder elektrisch ändert.

Es kann unterschieden werden zwischen

  • Positiv und Negativ sowie dem
  • analogen und dem digitalen Bild.

Das Positiv entsteht bei Positiv- und Direktpositiv-Verfahren; das Negativ entsteht bei Positiv-Negativ- bzw. Negativ-Verfahren.

Beim analogen Bild wird die fotografische Abbildung als Unikat auf Film oder einer Platte dauerhaft gespeichert; vom Unikat können bei Positiv-Negativ-Verfahren Abzüge oder Vergrößerungen angefertigt werden.

Beim digitalen Bild durchläuft die fotografische Abbildung eine Bildwandlung und wird als entsprechend modifiziertes “Original” auf einem elektronischen Speichermedium gespeichert; das digitale Bild kann verlustfrei dupliziert werden. Beim Anfertigen einer Ausbelichtung entsteht wiederum ein analoges Bild; vgl. Digitalfotografie.

Siehe auch: Positiv, Reproduktion, Grafische Datenverarbeitung, Urheberrecht, Bilddatei, Multimedia, Multimediadatei, Projektion

Im Gegensatz zu einem passiven Stoffwechsel bei dem durch Diffusion und Osmose die Stoffe und Informationen transportiert werden können, muss bei einem aktiven Stofftransport ein Transportmittel benutzt werden, welches Energie verbraucht. Diese nennt man dann Carrier. Ein häufiger Energieträger vor allem bei Pflanzen ist das Adenosintriphosphat (ATP).

Der aktive Stofftransport ist zum Beispiel dann notwendig, wenn Osmose und Diffusion nicht mehr ausreichen, um einen Stoff zu transportieren.

- primär aktiver Transport (An- und Abkoppeln des Substrates benötigt Energie)

- sekundär aktiver Transport (transportierender Stoff wird mit zurückströmenden Ionen von einem Carrier durch die Membran befördert)


Siehe auch

Membrantransport (→Passiver Transport)

Eine Golay-Zelle ist ein pneumatischer Strahlungsdetektor, der 1947 von Marcel J. E. Golay entwickelt wurde. Sie ist bei Raumtemperatur betriebsfähig und deckt typischerweise einen Wellenlängenbereich von 1µm bis zu einigen mm ab. Damit ist sie prädestiniert für den Einsatz als Detektor für Terahertzstrahlung.


Funktionsweise

Die einfallende Strahlung tritt durch ein Fenster (z.B. aus Diamant oder PE-HD) in die Zelle ein und wird dort von einer teildurchlässigen dünnen Folie absorbiert. Die Zelle ist mit einem Gas angefüllt, an das die Folie die absorbierte Energie abgibt, wobei es sich erwärmt. Das Gas dehnt sich dadurch ein wenig aus und der Druck in der Zelle steigt. Auf der Rückseite ist die Zelle mit einer elastischen Membran verschlossen, die sich infolge des Druckanstiegs verformt. Das Messprinzip einer Golay-Zelle besteht nun darin, die Verformung dieser Membran mit dem Licht einer Leuchtdiode, auf dessen Frequenz die Membran reflektierend ist, nachzuweisen. Dies wird mit einer speziell abgestimmten Optik erreicht, die den Lichtstrahl zuerst auf die Membran fokussiert und ihn nach der Reflexion auf eine Fotodiode lenkt. Die von der Fotodiode registrierte Intensität hängt funktional von der Dehnung der Membran ab.


Weblinks

  • Betriebsanweisung für Golay-Zellen der Marke QMC Instruments Ltd. (englisch)

Ein Gleichgewichtszustand ist ein Zustand eines thermodynamischen Systems, der zeitlich invariant ist, sich also nicht ändert.

Beim Gleichgewichtszustand handelt es sich um einen stationären Zustand, dessen zeitliche Invarianz nicht die Folge äußerer Prozesse ist. Er ist eindeutig bestimmt durch die Werte einer endlichen Anzahl thermodynamischer Zustandsgrößen des Systems, wie Druck, Temperatur und Volumen (oder Molvolumen).

Nach der Gibbsschen Phasenregel ist der Gleichgewichtszustand eines physikalisch homogenen thermodynaischen Systems durch zwei Zustandsgrößen vollständig bestimmt. Bei konstanter Masse ist also z. B. der Druck eine Funktion von Temperatur und Volumen des Systems.

siehe auch: Gleichgewicht (Physik)

Als Arsenate werden die Salze der Arsensäure bezeichnet.

Hauptbestandteil der Arsenate ist das Arsenat-Ion [AsO4]3−. Dieses ist ähnlich dem Phosphat-Ion tetraedrisch mit einem Arsen-Sauerstoff-Abstand von 174 nm aufgebaut. Arsenate sind in ihrem chemischen Verhalten den Phosphaten sehr ähnlich. Es existieren ebenso wie bei Phosphor drei homologe Reihen von Arsenaten, die primären (MH2AsO4), sekundären (M2HAsO4) und tertiären (M3AsO4) Arsenate (M = Metall).


Vorkommen

Arsenate sind in vielfältiger Form als Minerale zu finden. Dabei ist zwischen wasserfreien und wasserhaltigen Arsenaten zu unterscheiden. Im Gegensatz zu den Phosphat-Mineralen entstehen die Arsenate sekundär durch Verwitterung Mineralienatlas - Mineralklasse Phosphate, Arsenate, Vanadate.

Beispiele für Arsenat-Minerale sind unter anderem Adamin, Annabergit, Alarsit, Arseniopleit, Erythrin, Karyinit und Legrandit.

Siehe auch: Systematik der Minerale - Klasse Phosphate, Arsenate und Vanadate


Einzelnachweise


Weblinks

  • und (Phosphate und Arsenate ; Wiki)

Befristungen spielen in verschiedenen Rechtsgebieten eine Rolle:

  • Befristung (Recht) - Im Zivilrecht ein sicheres, zukünftiges Ereignis, von dem Rechtsfolgen abhängig gemacht werden.
  • Befristung (Verwaltungsrecht) - öffentlichrechtliche Befristungen (beispielsweise Verwaltungsakte)
  • Befristung (Arbeitsverhältnis) - befristete Arbeitsverträge unterliegen Sonderregeln

Dienststelle ist jede öffentlich-rechtliche Institution, die eine gewisse organisatorische Selbstständigkeit hat. Zu den Dienststellen gehören damit alle Behörden, Verwaltungsstellen, öffentliche Betriebe und Gerichte.

Dienststellen sind hierarchisch organisiert. Sie werden durch einen Dienststellenleiter (auch: Präsident, Vorsteher, Geschäftsführer, Behördenleiter, Minister,) geleitet. Dienststellen sind in verschiedene Organisationseinheiten gegliedert (Abteilungen, Referate, Dezernate, Sachgebiete, Fachbereiche, Teilbereiche, Gruppen).

Jede Dienststelle ist nach außen in eine Verwaltungshierarchie eingebunden.

Die Dienstaufsicht einer Dienststelle nach außen übt immer die vorgesetzte Dienststelle aus. Bestimmte übergeordnete Dienststellen üben zudem die Fachaufsicht über eine Dienststelle aus.

Die Gebäude, in denen sich Dienststellen befinden, werden Dienstgebäude genannt.

Merkmale einer Dienststelle:

- hat eine gewisse organisatorische Selbstständigkeit und Festigkeit

- weist nach außen einen abgegrenzten Aufgabenbereich auf.

- ist ermächtigt, Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrzunehmen (Erlass von Verwaltungsakten)

Blutstammzellen oder auch hämatopoetischen Stammzellen sind eine Art von Zellen, die in der Regel primär im Knochenmark vorkommen. Sie sind der Ausgangspunkt für die gesamte Zellneubildung des Blutes und des Abwehrsystems. Blutstammzellen sind die eigentlichen Zellen aus dem Knochenmark, die bei einer Transplantation zur Behandlung von Leukämie und anderen Krankheiten wirklich nötig sind. Näheres hierzu siehe unter Stammzelltransplantation.

Als Heterochromie (v. griech.: heteros = anders, verschieden, ungleich + chroma = Farbe; Heterochromia) bezeichnet man die unterschiedliche Aufnahme von Färbelösung in verschiedenen Zellen oder Geweben. Der Gegensatz ist Homochromie.

Es gibt unter anderem:

  • Iris-Heterochromie
  • Haar-Heterochromie
  • Keimdrüsen-Heterochromie

Ein Quadrupol entsteht aus der Anordnung zweier gleicher Dipole in entgegengesetzter Orientierung (antiparallel) mit beliebigem Abstand a.

Der elektrische Quadrupol besteht aus zwei positiv und zwei gleichstark negativ geladenen Teilchen, die zwei Dipole bilden. Also befinden sich die vier Ladungen an den Ecken eines Rechteckes (in der Regel sogar eines Quadrates).
Das Potential ergibt sich als Überlagerung (Superposition) zweier Dipolpotentiale:

<math>\begin{matrix}\phi_Q(\vec{r})&=& \phi_D(\vec{r}+\frac{\vec{a}}{2})-\phi_D(\vec{r}-\frac{\vec{a}}{2}) \\ \ &=&\vec{a} \, \nabla \phi_D

\end{matrix}</math>

Der magnetische Quadrupol besteht formal aus vier fiktiven Polen im infinitesimalen Abstand, je zwei Pole mit gleichem Vorzeichen (N,S). Eine technische Anwendung findet er als Fokussierungsmagnet in Teilchenbeschleunigern, mehr dazu unter Quadrupolmagnet. Eine weitere sehr geläufige Anwendung ist die selektive Trennung in einem MS-System, mehr dazu unter Massenspektrometrie

Allgemein kann einer beliebigen elektrischen Ladungs- oder Stromverteilung, sofern sie nicht bestimmte Symmetrien besitzt, in zweiter Ordnung ein Multipolmoment zugeordnet werden. Dazu wird das eigentliche Potential durch eine Taylorentwicklung genähert. Dabei ergibt sich in dieser Multipolentwicklung u.a. auch ein Quadrupolmoment.

Ein Osmometer dient zur Demonstration von Osmose und der Messung des osmotischen Drucks einer Lösung. Mittelbar kann damit die Teilchenzahl bzw. die molare Masse der gelösten Substanz bestimmt werden.

Man unterscheidet mehrere Arten von Osmometern: PFEFFERsche Zelle, TRAUBEsche Zelle und das STOYE-Osmometer (siehe Bild). Als Grundlage dient ein Membran-Osmometer.

Als Messprinzip bei der Bestimmung der Osmolarität mittels eines Osmometers dient üblicherweise die Messung der Druckdifferenz zwischen einer Zelle mit dem reinen Lösungsmittel und einer Zelle mit der Lösung (die Zellen sind mit einer semipermeablen Membran verbunden). Andere Methoden zur Messung der Osmomolarität bzw. der Molmasse sind die Gefrierpunktserniedrigung (Kryoskopie) und die Siedepunktserhöhung (Ebullioskopie).

Die Provinz Boumerdes (arab.: ولاية بومرداس ) ist eine Provinz (wilaya) im nördlichen Algerien.

Die Provinz liegt an der Mittelmeerküste unmittelbar östlich der Hauptstadt Algier und umfasst eine Fläche von 1486 km2.

Rund 610.000 Menschen (Schätzung 2006) bewohnen die Provinz, die Bevölkerungsdichte beträgt somit rund 411 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Hauptstadt der Provinz ist Boumerdes.

Die Familie (lateinisch: Familia) ist eine hierarchische Ebene der biologischen Systematik.

In der Zoologie bezeichnet Familie sowohl eine einzelne Rangstufe als auch die aus weiteren Rangstufen bestehende Familien-Gruppe.

Sie steht in der Botanik zwischen den Hauptrangstufen Ordnung und Gattung. Direkt über der Familie kann die Überfamilie (lateinisch: Superfamilia) stehen, unter ihr die Unterfamilie (lateinisch: Subfamilia).

In der Botanik endet die Familienbezeichnung meist auf -aceae (zum Beispiel Korbblütengewächse: Asteraceae). Vielfach leiten sich ihre Bezeichnungen von besonders bekannten Gattungen der Familie ab (zum Beispiel bei den Liliengewächsen Liliaceae), aber auch morphologische Besonderheiten der Familie können namensgebend sein (so bei den Lippenblütengewächsen Labiatae).

Der Begriff geht auf Pierre Magnol zurück, der ihn in die Botanik einführte.

Als Gebirge oder Berg bezeichnet man im Bergbau das Erd- oder Gesteinsreich, in das hinein Gänge (Schächte und/oder Stollen) getrieben werden. Dabei spielt es fachsprachlich keine Rolle, ob es sich tatsächlich um Berge oder ein Gebirge handelt, oder um den Untergrund in ebenem Land.

Die Anaplasie bezeichnet den Übergang höher differenzierter Zellen in weniger differenzierte Zellen. Es kommt zu einer stark verschobenen Kern-Plasmarelation, einer Kernhyperchromasie und einer Nukleolenvergrößerung.

Eine Anaplasie führt bei Tumoren dazu, dass man nicht mehr erkennen kann, aus welchem Gewebe ein anaplastischer Tumor entstanden ist. Die Tumorzellen sind komplett entdifferenziert.

Ist die Umwandlung der Zellen reversibel, spricht man von Metaplasie.

Suppenfleisch oder Siedefleisch ist eine allgemeine küchensprachliche Bezeichnung für verschiedene Stücke vom Rind oder Kalb, die zur Zubereitung einer Brühe verwendet werden. Es handelt sich dabei vorwiegend um langfaseriges Fleisch mit einem hohen Anteil an Bindegewebe, Fett und Sehnen, teilweise auch Knochen. Dadurch enthält Suppenfleisch einen hohen Anteil an Aromen und Gelatine.

Die üblichen Stücke sind:

  • Dünnung
  • Querrippe
  • Hesse
  • Brust
  • Schwanz

Während Dünnung und Querrippe nur wenig verwertbares Fleisch enthalten, kann das Fleisch von Hesse und Brust als Suppeneinlage oder für Tellerfleisch verwendet werden. Aus dem Schwanz wird die kräftige Ochsenschwanzsuppe zubereitet.

Wegen des für langfaseriges Fleisch typischen, hohen Gehalts an Bindegewebe und Sehnen muss Suppenfleisch für längere Zeit bei mäßiger Temperatur gekocht werden – als Faustregel gelten zwei Stunden pro Kilogramm. Dabei gerinnt zuerst das Eiweiß der Muskelfasern, die Gelatine aus dem Kollagen des Bindegewebes und der Sehnen wird langsamer gelöst. Deshalb wird das Fleisch zunächst zäh, anschließend mürbe, und beginnt bei zu langem Kochen zu zerfallen. Gleichzeitig werden Aromen und Fett an das Wasser abgegeben, wobei sich die Aromen durch die Maillard-Reaktion verändern und das Fett als Trägerstoff dient.

Wird Suppenfleisch mit kaltem, ungesalzenen Wasser aufgesetzt, entsteht durch Osmose eine besonders kräftige Brühe, während das Fleisch seinen Geschmack weitgehend verliert. Soll das Fleisch dagegen weiterverwendet werden, wird es in kochendes, gesalzenes Wasser gegeben, wodurch das Fleisch aromatischer bleibt, die Brühe aber weniger an Geschmack gewinnt. Es ist deshalb auch üblich, zuerst eine Brühe aus einfachem Suppenfleisch oder Knochen herzustellen, und das zur Weiterverwendung bestimmte, höherwertige Fleisch anschließend in ihr zu garen.

Neben Rind- und Kalbfleisch werden auch ähnliche Stücke vom Lamm und Schwein zur Herstellung von Brühen verwendet – diese Brühen dienen aber meist nur als Kochbrühe für Eintöpfe oder andere Gerichte wie Eisbein.

Die Primärzelle (umgangssprachlich meist: Batterie) ist eine Bezeichnung für genau eine elektrische Einweg-Zelle.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird fast jede elektrische Zelle unabhängig von der Anzahl der Zellen fälschlicherweise Batterie genannt, mit Primärzelle ist eindeutig, was gemeint ist.

Für weiteres siehe Primärzellen unter Batterie.

Die Anaplasie bezeichnet den Übergang höher differenzierter Zellen in weniger differenzierte Zellen. Es kommt zu einer stark verschobenen Kern-Plasmarelation, einer Kernhyperchromasie und einer Nukleolenvergrößerung.

Eine Anaplasie führt bei Tumoren dazu, dass man nicht mehr erkennen kann, aus welchem Gewebe ein anaplastischer Tumor entstanden ist. Die Tumorzellen sind komplett entdifferenziert.

Ist die Umwandlung der Zellen reversibel, spricht man von Metaplasie.

Als Pinozytose (”Zelltrinken”) bezeichnet man die Aufnahme von kleineren Flüssigkeitsmengen und darin gelösten Substanzen aus dem Umgebungsmedium einer Zelle in ihr Inneres. Die Aufnahme in das Zellplasma erfolgt in Form von Vesikeln (Bläschen) von maximal 150 nm Durchmesser.

Bei Aufnahme fester Stoffe spricht man stattdessen von Phagozytose, der Oberbegriff für beide Vorgänge heißt Endozytose.

Als Feinstrukturen werden in der Regel Strukturen bezeichnet, die mit dem normalen Auge nicht gesehen werden können. Dabei ist die Anwendung des Begriffes immer relativ. Feinstruktur bedeutet etwa

  • in der Physik die Bezeichnung für Unterstrukturen in einem Linienspektrum bei der Spektralanalyse (siehe Feinstruktur (Physik) und Feinstrukturkonstante).
  • in der Mineralogie der Kristallaufbau eines Gesteins.
  • in der Anatomie und der Biologie, insbesondere der Histologie, der zellulare Aufbau eines Gewebes.
  • in der Zellbiologie der Aufbau einer Zelle oder eines Organells in der Zelle (zum Beispiel Zellmembran, Mitochondrium etc.) .
  • bei Textilien die Gewebestruktur eines Stoffes.

Das Wort View (englisch „Sicht, Ansicht“) bezeichnet

  • in der Datenbanktechnik eine logische Tabelle, siehe Sicht (Datenbank)
  • einen Messwert wie oft Webseiten betrachtet werden (Page Views), siehe Pageimpression
  • ein Konzept in der Informatik zur Trennung von Datenmodell, Semantik und Ansicht der Daten, siehe Model View Controller
  • ein Tochtermagazin der Zeitschrift stern, siehe VIEW (Magazin)
  • eine schottische Indie-Rockband, siehe The View

Weitere Begriffe, in denen View oder Viewer vorkommt

  • ein Gerät zum Betrachten von Stereobildern, siehe View-Master
  • ein Programm zum Betrachten von Dateien in bestimmten Formaten, siehe Viewer
  • als Titel eines James Bond Films (A View to a Kill), siehe Im Angesicht des Todes
  • in einigen Ortsnamen, siehe Mountain View

Der Tax-Shield (englisch, auf deutsch: Steuerschild) ist ein Begriff aus der Finanzwirtschaft. Der Tax-Shield bezeichnet den Wert, den Fremdkapitalzinsen, Schulden oder Verlustvorträge zum Unternehmenswert beitragen.

Da Unternehmen in den meisten Steuersystemen Schulden oder Verluste steuermindernd einsetzen können, erhöhen diese an sich negativen Finanzkennzahlen den Wert eines Unternehmens für einen potenziellen Käufer, der sie mit eigenen Gewinnen verrechnen kann. Wenn ein Unternehmen entsprechend verschuldet ist oder alte Verluste in der Bilanz fortschreibt, ist sein Marktwert um genau den Wert des Steuervorteils höher als der Wert des Unternehmens, welches nicht verschuldet ist.

Aus diesem Grund können auch insolvente bzw. nicht mehr aktiv tätige Unternehmensmäntel noch Ziel von Unternehmensverkäufen (Mergers & Acquisitions) werden.

Eine Diffusionsabsorptionskältemaschine (DAK) ist eine Modifikation der Absorptionskältemaschine. Diese gehört wiederum zu den Kältemaschinen.

Inhaltsverzeichnis


Aufbau

Die Diffusionsabsorptionskältemaschine (DAK) besteht aus folgenden Bauteilen:

  1. Austreiber - treibt das Kältemittel durch Erhitzen aus der Lösung aus
  2. Entfeuchter - auch Rektifikator, trennt Reste von Lösungsmittel vom dampfförmigen Kältemittel
  3. Kondensator - verflüssigt das Kältemittel
  4. Verdampfer - verdampft das Kältemittel, die dazu nötige Energie wird äußerlich als Kälteleistung wahrgenommen
  5. Absorber - löst das gasförmige Kältemittel wieder im Lösungsmittel
  6. Wärmeübertrager für das Inertgas - reduziert die Energieverluste
  7. Wärmeübertrager für das Lösungsmittel - reduziert die Energieverluste

Im Gegensatz zur Kompressionskältemaschine (klassischer Kühlschrank) benutzt eine DAK drei verschiedene, umlaufende Substanzen:

  1. Lösungsmittel - zum Beispiel Wasser mit Ammoniak
  2. Kältemittel - zum Beispiel Ammoniak (NH3)
  3. Hilfsgas - zum Beispiel Helium oder Wasserstoff

Diese durchlaufen nur teilweise getrennte Kreisläufe.


Funktionsweise

Abkürzungen:
NiAmWs niedrigkonzentrierte Ammoniak-Wasser-Lösung
HoAmWs hochkonzentrierte Ammoniak-Wasser-Lösung
NH3 Ammoniak
NiAmHe niedrigkonzentriertes Ammoniak-Helium-Gemisch
HoAmHe hochkonzentriertes Ammoniak-Helium-Gemisch
(1) NH3 (Gas) + Wasserdampf
(2) NH3 (Gas)
(3) NH3 (flüssig)
(4) Mischung NiAmHe + NH3 –> HoAmHe
und Verdampfung.
(5) HoAmHe kalt
(6) HoAmHe warm
(7) NiAmHe warm
(8) NiAmHe kalt
(9) Trennung HoAmHe –> NH3 + NiAmHe und
Mischung NH3 + NiAmWs –> HoAmWs
(10) HoAmWs kalt
(11) HoAmWs warm
(12) NiAmWs heiß
(13) NiAmWs kalt


Kühlmittelkreislauf

Der Kühlmittelkreislauf wird durch die Wärmezufuhr im Austreiber angetrieben.

  • Eine hochkonzentrierte Ammoniak-Wasser-Mischung wird im Austreiber stark erwärmt. Dabei entweicht ein Teil des Ammoniaks aus der Lösung und es entsteht ein hoher Druck. Zurück bleibt eine niedrigkonzentrierte Ammoniak-Wasser-Mischung (12) . Das Ammoniak (1) strömt nun in den Entfeuchter.
  • Im Entfeuchter wird der im Austreiber ebenfalls entstehende Wasserdampf durch Kondensation entfernt. Im Kreislauf verbleibt Ammoniakdampf (2). Dieser gelangt nun in den Kondensator.
  • Im Kondensator verflüssigt sich der Ammoniakdampf und Wärme wird abgeführt. Dabei bleibt ein Teil des im Austreiber erzeugten Drucks erhalten (3).
  • Das flüssige Ammoniak gelangt in den Verdampfer. Dort wird es dem aus dem Absorber stammenden niedrigkonzentrierten Ammoniak-Helium-Gemisch bei ca. 9 bar zugeführt (es entsteht also ein hochkonzentriertes Ammoniak-Helium-Gemisch) und danach erfolgt eine Verdampfung und Expansion des Ammoniak (aus der Mischung heraus) unter Aufnahme von Wärme (4). Die gewünschte Kühlwirkung wird also an diesem Bauteil erreicht. Das Ammoniak hat dabei einen niedrigen Partialdruck von 5 bar. Dabei sorgt das Helium für den Druckausgleich.
  • Dieses hochkonzentrierte Ammoniak-Helium-Gemisch strömt nun über einen Wärmeübertrager (s.u.) in den Absorber (5 und 6). Hier wird das Ammoniak vom aus dem Austreiber zurückkommenden (13) niedrigkonzentrierten Ammoniak-Wasser-Gemisch absorbiert (9). Zurück bleibt niedrigkonzentriertes Ammoniak-Helium-Gemisch (7), welches über den Wärmeübertrager zum Verdampfer zurückgeführt wird (8). Die hochkonzentrierte Ammoniak-Wasser-Mischung (10) kommt jetzt über einen Lösungsmittel-Wärmeübertrager wieder in den Austreiber (11) .


Lösungskreislauf

Der Lösungsmittelkreislauf wird ebenfalls durch die Wärmezufuhr im Austreiber angetrieben.

Das Lösungsmittel durchläuft Austreiber und Absorber, wobei zwischen diesen Bauteilen ein Wärmeübertrager dafür sorgt, dass die Energie des vom Austreiber kommenden, heißen, niedrigkonzentrierten Lösungsmittels zum Vorwärmen des vom Absorber kommenden hochkonzentrierten Lösungsmittels genutzt wird.


Hilfsgaskreislauf

Das Hilfsgas durchläuft Verdampfer und Absorber, wobei zwischen diesen Bauteilen ein Gaswärmeübertrager für bessere Energienutzung sorgt. Der Antrieb des Hilfskreislaufs erfolgt dabei durch den Dichteunterschied zwischen hochkonzentriertem, kalten und niedrigkonzentriertem, warmem Gas.


Fazit

Vorteile

  • Keine mechanischen Teile (Pumpen, Kompressoren…)
  • Wartungsfrei
  • Selbstregulierend
  • Kann ohne komplexe Bauteile gebaut werden
  • Arbeitet nahezu geräuschfrei
  • Beliebige Wärmequelle (z.B. Gasflamme) genügt zum Betrieb, Elektrizität ist dann unnötig.
  • Ohnehin vorhandene überschüssige Wärme kann zur Kühlung genutzt werden (z.B. von Kraftwerken), sodass kein zusätzlicher Energiebedarf besteht.

Nachteile

  • Mäßiger Wirkungsgrad bei Absorptionskühlschränken zwischen 0,1 bis 0,2 wegen einfacher Bauweise ohne Rektifikation (aus Kostengründen)

    • Gasbetriebene Absorberkühlschränke kommen aber dem Wirkungsgrad der Kombination Gaskraftwerk plus elektrischer Kompressorkühlschrank sehr nahe
  • Verbesserter Wirkungsgrad bei indirekt thermisch beheizter Diffusions-Absorptionskältemaschine (DAKM) zwischen 0,3 bis 0,5
  • Schwierige Konstruktion und Auslegung

Einsatzgebiete

  • Campingkühlschränke
  • Hotelminibars
  • Gebäudeklimatisierung (Link: http://www.hft-stuttgart.de/Bauphysik/Forschung/ThermischeBPH/Forschung_Waerme/index_html)
  • Solares Kühlen (Link: http://www.zafh.net/index.php?id=97)

Ein Waterscreen ist eine großflächige Wasserwand, durch die eine Licht- oder Lasershow reflektiert wird, so auch zu sehen bei der Eröffnungsveranstaltung der Olympischen Spiele 2004 in Athen).

Es existieren zwei Varianten von Waterscreens

  • Fächer oder Fontänen die von unten aus das Wasser nach oben spritzen,
  • Wasserwände ausgehend von einem Wasserrohr über dem Waterscreen.

Nach einem ähnlichen Prinzip arbeiten Hydroschilder, die von Feuerwehren eingesetzt werden. Hierbei wird das unter hohem Druck stehende Wasser auf eine vertikale Aluminiumplatte geschossen. Das Wasser verteilt sich anschließend Bogenförmig um die Metallplatte.

Von oben nach unten fallende Waterscreens (Wasserwände, Wasservorhänge) arbeiten mit einem Pumpensystem, welche das Wasser durch eine Rohrleitung nach oben transportieren. Das Wasser schießt anschließend unter leichtem bis mittelstarken Druck durch Düsen. Abhängig von der Düsendichte und dem Wasserdruck entsteht so ein geschlossener Wasservorhang.

Waterscreens sind auch eine der bei Klangwellen verwendeten Techniken.

Ein Programmfenster ist die Übernahme eines Fernsehprogramms für eine begrenzte Zeit. Auch die regionale Auseinanderschaltung eines Fernsehpogramms (verschiedene Regionalversionen einer Sendung) und verschiedensprachige Versionen einer Fernsehsendung/einer Programmschiene, etwa bei Auslandssendern, werden so bezeichnet.


Siehe auch

  • Liste der Fernsehsender

Eine Pufferbatterie speist ein elektrisches Gerät, während die Stromversorgung durch die Hauptenergie nicht oder nicht mit der erforderlichen Leistung zur Verfügung steht. Sie ist eine Ersatzquelle, die entweder die Energieunterbrechung überbrücken, oder vor Schäden (z.B. Datenverlust) schützen soll.

Inhaltsverzeichnis


Ausführungen

Anders als der Name suggeriert, wird die Pufferbatterie nicht nur aus elektrischen Batterien aufgebaut. Häufig werden aufladbare Stromspeicher genutzt, die im Normalbetrieb von der Hauptenergie aufgeladen werden.


Batterie/Akkumulator

Eine nichtaufladbare Batterie kann besonders klein und preiswert hergestellt werden. Eine spezielle Ladeschaltung wird nicht benötigt.

Ein Akkumulator kann im Gegensatz zur Batterie wieder geladen werden, was ihn z. B. für regelmäßige kurze Ausfälle des Hauptenergielieferanten interessant macht. Nachteilig gegenüber der Batterie sind die höheren Kosten.


Kondensator

Etwa seit 1985 sind kleine Elektrolytkondensatoren hoher Kapazität (einige mF bis 1-2 F) verfügbar. Diese so genannten Doppelschicht-Kondensatoren versorgen integrierte Schaltkreise mit kleinem Leistungsbedarf einige Stunden lang.


Schwungrad

Mit einem Schwungrad wird die elektrische Energie in der Rotationsenergie einer Masse gespeichert. Zum Aufladen versetzt ein Motor das Schwungrad in Rotation, im Bedarfsfall wird der Motor als Generator betrieben, das Schwungrad dreht sich langsamer, seine Energie wird durch den Generator in elektrische Energie umgewandelt. Die gespeicherte Energie ist von der Umdrehungsgeschwindigkeit und Masse des Schwungrades abhängig. Dieses Prinzip zum Ausgleich von Spannungsschwankungen genutzt, beispielsweise im Verbund mit Windenergieanlagen.


Anwendungen


Elektronische Speicher

Bei einigen Halbleiterspeichern (”flüchtige Speicher”) wie SRAM und DRAM gehen die gespeicherten Daten bei Unterbrechung der Stromversorgung verloren.

Vor der breiten Verfügbarkeit von FLASH Speichern, die die Daten auch ohne permanente
Stromversorgung halten, wurden z. B. in mobilen Speichern gebufferte SRAM’s oder DRAM’s eingesetzt. Hier versorgt die Pufferbatterie den Speicher mit der zum Datenerhalt nötigen Energie, wenn die Hauptbatterie leer oder nicht angeschlossen ist.

Bis vor einigen Jahren wurde beim Ausschalten eines Personalcomputers die Stromversorgung komplett abgeschaltet. Um Grundeinstellungen (BIOS-settings) und die Uhrzeit nicht bei jedem Einschalten erneut setzen zu müssen, wird ein besonders sparsamer Speicher, der sogenannte CMOS-Speicher, von der CMOS-Batterie versorgt. Bis in die 1990er war diese eine nichtaufladbare Batterie, es folgten Akkumulatoren, die sich jedoch nicht durchsetzen konnten, da die Unterbringung entsprechender Ladeschaltungen auf der Hauptplatine aufwändig und kostspielig war. Moderne Pufferbatterien halten laut Herstellerangaben etwa 8 Jahre, was die Nutzungsdauer der meisten Computer weit übersteigt. Teilweise wird die Batterie auch direkt in einen Chip eingebaut und ist dann nicht separat austauschbar.


Haushalt

In vielen Geräten mit Uhrzeitfunktion (z.B. Radiowecker) sichert eine Pufferbatterie die aktuelle Uhrzeit während eines Stromausfalls.


Solaranlagen

Solarzellen können nur bei Lichteinfall Strom zur Verfügung stellen. Die Pufferbatterie speichert hier die Energie für die “dunkle Zeit”. Siehe: Solarbatterie


Automobil

Neben der Starterfunktion übernimmt die Autobatterie auch Pufferfunktionen bei Stillstand des Motors. Siehe: Fahrzeugbatterie

Siehe: PCMCIA

Die Artbildung (Speziation), also das Entstehen neuer biologischer Arten ist eine der Grundfragen der Evolutionstheorie.

Bereits Charles Darwin sah sie als so zentral an, dass er seinem berühmten Buch den Titel On the Origin of Species by Means of Natural Selection (Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl) gab.

Die Frage der Artbildung ist besonders auch deswegen zentral, weil die Art das einzige präzise definierte Taxon der biologischen Systematik ist - zumindest für die meisten Eukaryoten. Zu einer Art gehören danach alle Lebewesen und Populationen, die untereinander ohne künstlichen Eingriff fortpflanzungsfähige Nachkommen erzeugen können (Fortpflanzungsgemeinschaft). Diese Definition ist streng jedoch meist nur für rezente Lebewesen anwendbar. Für Fossilien wird häufig der Begriff der Chronospezies verwendet.

Die Mechanismen der Artbildung wurden insbesondere von Ernst Mayr in der Synthetischen Evolutionstheorie diskutiert und zusammengefasst.

Vereinfacht kann man sich die Artbildung so vorstellen:

  1. Zwei Populationen derselben Art werden getrennt (Separation = geographische Isolation). Die Separation findet durch geographische Barrieren statt, die durch klimatische (beispielsweise Eiszeiten) und geologische (Grabenbruch, Vulkanismus, Plattentektonik, Landhebungen und Senkungen mit Einbruch oder Austrocknung von Meeren, Bau einer Autobahn/Straße durch ein Biotop, Umleitung von Flüssen etc.) Faktoren, aber auch durch die Neubesiedlung von Inseln und abgetrennten Gewässern die Fortpflanzungsgemeinschaft aufheben und die Populationen in zwei Genpools trennen. (siehe hierzu auch: allopatrische Artbildung)
  2. Die Populationen entwickeln sich durch Mutationen, Rekombination und aufgrund von Gendrift auseinander, weshalb die genetische Übereinstimmung sinkt. Immer mehr Gene verändern sich.
  3. Es entstehen dadurch unterschiedliche Phänotypen, die sich anatomisch, im Stoffwechsel und/oder im Verhalten voneinander unterscheiden. Häufig wirken sie sich so aus, dass sich die Populationen unterschiedlichen Selektionsdrücken auf Grund unterschiedlicher ökologischer Bedingungen in den beiden Gebieten ausgesetzt sind und sich dadurch in der ökologischen Nische unterscheiden.
  4. Es kommt zu Inkompatibilitäten, die in der Morphologie und Anatomie (zum Beispiel unterschiedliche Formen von Geschlechtsorganen), Ökologie (unterschiedliche Symbionten, verschiedene Insektenarten für die Bestäubung und Anpassung des Blütenbaus), Genetik (beispielsweise unterschiedliche Chromosomenzahl oder Chromosomenlängen, dadurch Probleme bei der Meiose (genetische Separation)) oder im Verhalten (zum Beispiel unterschiedliches Balzverhalten) begründet sind und bei einer Aufhebung der Barriere eine Vermischung der Populationen verhindern. Es hat eine so genannte reproduktive Isolation stattgefunden und damit sind zwei unterschiedliche biologische Arten entstanden.

Die Isolation als erster Schritt kann in seltenen Fällen auch durch eine unterschiedliche ökologische Ausrichtung zweier Populationen (beispielsweise unterschiedliche Mikrohabitate aufgrund unterschiedlicher Nahrung, Wirtswechsel bei Parasiten) erfolgen. Grundsätzlich kann auch eine genetische Mutation am Anfang stehen (vergleiche: sympatrische Artbildung), die eine Inkompatibilität erzeugt, zum Beispiel durch Polyploidie oder einer tiefgreifenden Mutation, die mehrere Merkmale und Gene auf einmal betrifft, beispielsweise durch Mutation von Mastergenen und auf dem Weg einer Änderung des alternativen Splicings.

Typische Beispiele für solche Artbildungen sind:

  • die adaptive Radiation der Darwinfinken auf den Galápagos-Inseln
  • die Evolution von Landschnecken auf dem Hawaii-Archipel
  • die Trennung von Nebelkrähe und Rabenkrähe im nördlichen Europa in Folge der Eiszeit (Geographische Trennlinie Elbe, Färbungs- und Verhaltensunterschiede, aber Artbildung noch nicht abgeschlossen)

Dieses Modell der Artbildung trifft - da es die Fähigkeit zur sexuellen Fortpflanzung voraussetzt - primär auf Eukaryoten zu. Bei Bakterien und Archaeen sind ähnliche Mechanismen für eine Aufspaltung verschiedener Formen möglich, allerdings ist die biologische Artdefinition bei diesen Organismen aufgrund der Trennung von sexuellen Vorgängen und der Vermehrung nicht uneingeschränkt anwendbar.


Siehe auch

  • Parapatrische Artbildung
  • Sympatrische Artbildung
  • Allopatrische Artbildung
  • Ringspezies


Weblinks

  • http://www.merian.fr.bw.schule.de/Beck/skripten/13/bs13-36.htm

Eine Zählnadel ist ein Hilfsmittel bei der Vermessung. Mit Zählnadeln lassen sich bei der Messung mit dem Messband die Endpunkte der einzelnen vollen Bandlängen genau bezeichnen. Sie vereinfachen somit das Zählen und Überprüfen der gemessenen Strecken und dienen somit zur Fehlervermeidung.

Eine Zählnadel ist ungefähr 30 bis 40 cm lang und hat einen Durchmesser von etwa 3 mm. Sie ist aus nicht rostendem Eisendraht hergestellt und ist auf der einen Seite gespitzt, während die andere Seite als Ring ausgebildet ist. 10 Zählnadeln werden meist zu einem Bund zusammengefasst.

Im praktischen Gebrauch ist die Zählnadel nur noch selten anzutreffen, da längere Strecken im Vermessungswesen heutzutage mit Tachymetern gemessen werden, mit denen eine weitaus höhere Genauigkeit erreicht werden kann.

Saccharimetrie, abgeleitet von Saccharid, dem chemischen Oberbegriff für Zucker, ist ein optisches Verfahren, um chemische Konzentrationen zu bestimmen.

Das Verfahren beruht darauf, dass bestimmte Stoffe, etwa die meisten Zucker oder Milchsäure, in Wasser gelöst ein optisches Drehvermögen besitzen (sie sind optisch aktiv).
Dies äußert sich dadurch, dass linear polarisiertes Licht beim Durchgang durch die Lösung seine Polarisationsebene dreht. Diese Drehung ist proportional zur Länge des Lichtweges durch die Lösung und Konzentration des Stoffes:
<math> \alpha = \alpha_0 c l </math>; hierbei ist <math> \alpha_0 </math> eine Stoffkonstante, <math> c </math> die Konzentration und <math> l </math> die Länge des Lichtweges durch die Probe.
Gibt man nun eine solche optisch aktive Substanz in ein Polarimeter gegebener Dimension, kann man durch Messung des Drehwinkels die Konzentration bestimmen. Der umgekehrte Fall, Bestimmung der Stoffkonstanten, ist natürlich auch möglich, da sich alle drei Größen experimentell recht einfach und durchaus genau bestimmen lassen.

Thermische Grenzschicht ist der Bereich eines Fluids, der durch einen Wärmestrom aus einer oder in eine Wand beeinflusst wird, wenn die Wand eine andere Temperatur hat als das Fluid. Statt einer Wand kann auch ein anderes Fluid eine thermische Grenzschicht erzeugen.

Es ist nicht erforderlich, dass das Fluid strömt, in der Regel wird sich aber infolge freier Konvektion im Grenzschichtbereich eine Strömung bilden. Ist das Fluid jedoch mit einer Anströmgeschwindigkeit versehen, wird der Wärmestrom als erzwungene Konvektion bezeichnet.

Die thermische Grenzschicht wird einerseits durch die Wand begrenzt, andererseits durch eine gedachte Fläche, an der sich die Temperatur in Richtung zum Inneren des Fluids nicht mehr ändert.

Die Dicke der thermischen Grenzschicht nimmt in Richtung der Strömung zu, da je nach Wandtemperatur dem Fluid Wärme zugeführt oder entzogen wird. Strömt das Fluid in einem Rohr oder einem Kanal, so können die thermischen Grenzschichten von beiden Seiten nach einer bestimmten Strecke in der Mitte zusammenwachsen. Von da ab nimmt die flächenbezogene Wärmeübertragungsleistung ab, da die Temperaturdifferenz zwischen Wand und Kernströmung ebenfalls abnimmt. Die Wärmeübertragungsleistung kann also nicht beliebig gesteigert werden, indem man den Strömungsweg verlängert.

Die Darmschleimhaut (lat. Mukosa) ist die innere Auskleidung des Darmes.

Sie enthält Drüsen zur Bildung von Darmsaft, bestimmte Enzyme zur Spaltung von Nährstoffen, Zellen zur Aufnahme der Nährstoffe aus dem Darm ins Blut und Zellen zur Abwehr von Krankheitserregern.


Aufbau

Die Darmschleimhaut ist aus einer Epitheldecke mit einschichtigem Zylinderepithel, einer zarten Bindegewebsschicht und einer feinen Muskelschicht aufgebaut. Zur Oberflächenvergrößerung besitzen die Epithelzellen einen sogenannten Bürstensaum (Mikrovilli) der zum Schutz vor der Selbstverdauung von einer Glykokalyx umgeben ist.
Man nennt die Darmepithelzellen auch Enterozyten oder Saumzellen.

Das Darmepithel ist mit

  • der aus Kohlenhydratfilamenten bestehenden Glykokalyx,
  • Verdauungsenzymen (Glykoproteine)
  • sowie mit in der Membran lokalisierten Transportsystemen

ausgestattet.


Funktion

Resorption der durch Enzymwirkung aufgeschlossenen Nahrungsbestandteile (Dünndarm) und Resorption von Wasser aus dem Darminhalt (Dickdarm). Außerdem werden Sekrete, die von Drüsenzellen in der Darmschleimhaut gebildet werden, in das Darmlumen abgegeben.

Als Monetärer Transmissionsmechanismus bezeichnet man die Auswirkungen geldpolitischer Entscheidungen auf die Volkswirtschaft und insbesondere auf das Preisniveau. Die Geldpolitik der Notenbank beeinflusst die Finanzierungsbedingungen (z. B. durch Änderung der Geldbasis), die Konjunktur- und Inflationserwartungen in einer Volkswirtschaft und kann sich dadurch auf Wechselkurs, Güter- und Vermögenspreise auswirken.

Die geldpolitischen Impulse werden über einzelne Verbindungen (Transmissionskanäle) übertragen. Oft unterscheidet man hierbei zwischen Zinskanal, Kreditkanal, Wechselkurskanal und Vermögenskanal. Die Geldpolitik wirkt durch alle Kanäle, aber unterschiedlich – je nach z. B. Finanzstruktur der Wirtschaftssubjekte (Zinsreagibilität der Vermögenspositionen, Laufzeit der Finanzinstrumente etc).

Die verschiedenen ökonomischen Denkschulen bewerten einzelne Auswirkungen unterschiedlich. So hebt z. B. der Keynesianismus die Transmission fiskalpolitischer Impulse auf das BIP stärker hervor als der Monetarismus, während letzterer der Geldpolitik einen besonderen Einfluss auf das Preisniveau beimisst.

Gedächtniszellen (Memoryzellen) sind Zellen des Immunsystems. Sie sind verantwortlich für das immunologische Gedächtnis der Körper von höheren tierischen Lebewesen.

  • Es handelt sich um spezialisierte Lymphozyten, B-Zellen, die aus aktivierten B-Zellen hervorgehen. Bei erneutem Kontakt mit demselben Antigen werden sie sofort aktiviert und können innerhalb weniger Stunden eine Immunreaktion auslösen, die ein Ausbrechen einer Infektion verhindert. Gedächtniszellen können so über Jahre einen Impfschutz aufrechterhalten.
  • Auch T-Zellen können nach Aktivierung zu Gedächtniszellen differenzieren.

Zabiba wird eine dunkle, rote Stelle auf der Stirn von strenggläubigen Muslimen genannt. Sie entsteht durch das Aufsetzen des Kopfes auf den Boden beim täglichen fünfmaligen Gebet. Einige Zabiba-Träger führen diese Verletzung jedoch (zusätzlich) künstlich herbei, um nach außen hin als ein “frommer” Mensch erkannt zu werden.

Ein ähnliches Phänomen kann man bei professionellen Geigern am Hals beobachten. Der so genannte Geigerfleck entsteht durch das Ansetzen des Instruments an den Hals.

Dschihadist nennt man eine Person, die für den religiös motivierten, militärischen Dschihad eintritt, Mudschahid dagegen eine Person die den militärischen Dschihad betreibt. Dschihadist wird oft synonym zu islamischer Fundamentalist gebraucht, obwohl nicht alle islamischen Fundamentalisten den religiös motivierten, militärischen Dschihad propagieren.

Zu den indigenen Völkern Australiens und Ozeaniens gehören:

  • die Ureinwohner des australischen Festlandes und Tasmaniens

    • die Aborigines (v.a. in Queensland und New South Wales)
    • die Tasmanier auf Tasmanien (im 19. Jahrhundert ausgestorben)
  • die Polynesier des Pazifiks
    • die Māori auf Neuseeland
    • die Hawaiianer auf Hawaii
    • weiters die Bewohner Französisch-Polynesiens, Wallis & Futuna, Niue, Tokelau, Samoa, Cook Islands, Tonga, Tuvalu und teilweise Fidschi
  • die Melanesier
    • auf Neuguinea (Papua-Neuguinea und Indonesien)
    • auf Neukaledonien
    • auf Vanuatu
    • auf den Salomonen
    • teilweise auf Fidschi
    • die Torres-Strait-Insulaner auf den Inseln der zu Australien gehörenden Torres-Straße
  • die Papuas auf Neuguinea (Papua-Neuguinea und Indonesien) und im Pazifik
  • die Mikronesier
    • die Nauruer
  • Negritos / Pygmäen auf Neuguinea und Australien
    • Pygmäen (Neuguinea)
    • Pygmäen (Australien)

Siehe auch: Sprachen in Papua-Neuguinea

Eine Proteinüberexpression ist die vermehrte Herstellung (Proteinbiosynthese) eines Proteins in einer Zelle, die zu einer erhöhten Konzentration dieses Proteins in der Zelle führen kann. Diese Überexpression kann durch eine fehlerhafte Genregulation verursacht werden oder künstlich durch molekularbiologische Techniken herbeigeführt werden. Das wichtigste Beispiel für künstliche Proteinüberexpression ist die Herstellung rekombinanter Proteine.

Die gezielte Überexpression von Proteinen in Zellen von Modellorganismen mit Hilfe von Transgenen ist eine Möglichkeit der biologischen und medizinischen Forschung, die Funktion des überexprimierten Proteins zu untersuchen.